Dr. Kunz' Geheimnisse:

Freitag, 17. Februar 2012, 14:47 | Von Dr. Vanessa Kunz

Einbahn halbwegs.

Mit halbwegs verarscht man sich selbst. Es tut nicht gut. Fühlt sich aber besser an wie nichts zu haben. Halbwegs ist nicht falsch. Nicht richtig. Es ist was Zwischendurch. Aber sicher nicht das Beste. Es fickt einen auf Dauer mehr, als dass man sich mit dem Nichts für eine kurze Zeit scheiss einsam fühlt und dann wie damals, als das Pferd noch kein Einhorn war, weiterlebt. Aber der Gedanke wirklich gar nichts zu haben, ist noch schlimmer wie zu wissen, dass man sowieso nie alles kriegen kann. Also macht man mit dem Halbwegs weiter. Bis es nicht mehr reicht und sowohl falsch als auch richtig nicht mehr dazwischen liegt. Man entscheidet sich. Und zwar fürs Nichts. Ausser man ist krank und kennt kein offenes Herz. Sich fürs Nichts zu entscheiden ist feige, aber einfach. Man weiss dann als Erster, wenn’s fertig ist. Kann sich vorbereiten. Wird vorheulen und vorsaufen bis die Vögel sterben, die das Morgenrot nicht vertragen. Und dann, wenn man sich fürs verdammte Nichts entschieden hat, kommt er und sagt, er will alles. Man trifft sich dann wieder in der Mitte und macht weiter, wo es aufgehört hat. Beim Halbwegs. Aber ja. Besser als nichts. Und schön ist es auch. Solange man nicht wieder denkt entscheiden zu müssen.



(Bildli vo:off-the-record.de)

Ornithologieprofessor (V?... | Sonntag, 26. Februar 2012, 23:10
Ich fühl mich durch diesen Artikel halbwegs erleuchtet. Wenn man die Entscheidung, sich nicht zu entscheiden Einbahn getroffen hat, gibt's wenigstens keinen Weg zurück mehr...
Dr. Vanessa Kunz | Montag, 5. März 2012, 21:19
Auf dem Rückweg gibt's auch keine Feuersteine mehr. Also wieso.
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Freitag, 10. Mai 2013, 10:52 | Von Dr. Vanessa Kunz

Ich dachte, ich könnte die Welt regieren.

Wie alt man im Kindergarten ist, weiss ich nicht so genau. Vielleicht 4 oder 5. Oliver hat mich dort geküsst, zum ersten Mal und dann nie wieder. Aber das war ok, wir waren ja zusammen, ein Paar, jung und unglaublich dumm, und taten das, was man so im... [Weiterlesen]

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Samstag, 27. April 2013, 11:00 | Von Dr. Vanessa Kunz

Sie sagen, ich schlafe zu lange.

Da lag ich also. Auf dem Bett, das schon seit Jahren meines war, in einem 4-Eck Zimmer, das ich kannte, aber das irgendwie weg und in einem anderen Universum stand. Die Wände, klinisch weiss und sauber. Das ganze Zimmer war so, farblos und blass. Kein Licht.... [Weiterlesen]

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Donnerstag, 25. April 2013, 14:00 | Von Dr. Vanessa Kunz

Das Haustier im Veganismus.

Es gibt ja im Moment genug Veganer. Zumindest so viele, dass auch ich welche kenne, die diesem Lebensstil huldigen. Ich bin also so beim Tiergeschäft vorbei, schliesslich möchte ich mir einen Hasen kaufen. Eigentlich werde ich das sicher nicht tun, weil ich... [Weiterlesen]

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Dienstag, 23. April 2013, 14:00 | Von Dr. Vanessa Kunz

Im Traum ficken gilt nicht.

Ich fickte ihn. Ich fickte ihn so hart, dass die Tasse auf dem Holztisch von Herrn Oskar vibrierte. Herr Oskar war mein steinalter Nachbar, der für viele eigentlich schon tot war. Obwohl ich es nicht Zuhause trieb, vibrierte sie. Den, den ich fickte kannte... [Weiterlesen]

urs | Dienstag, 23. April 2013, 15:00
Welch wunderbarer Text. Wie ein vom Nassschnee abgedrückter Kirschbaumast in voller Blüte, der einem den Weg versperrt.
Ornithologieprofessor | Mittwoch, 24. April 2013, 09:08
Gesellschaftliche Zwänge sind Gift für Freigeister. Das anerzogene Wertesystem verhindert, dass wir gern mit denen vögeln, mit denen wir vögeln und die ficken, die es verdient hätten. Und am Schluss kommen solche Träume dabei raus. Mit ihrem Oneirologen würde ich nicht tauschen wollen, Frau Doktor.
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Montag, 25. März 2013, 14:00 | Von Dr. Vanessa Kunz

In die Agenda schreiben, wenn man denkt, jetzt darf er drüber.

Und wieder, die gleiche Scheisse mit den Männern. Denen ist u schnell alles scheissegal. Frauen sind labil und machen sich zu viele Gedanken über das, was den Männern so schnell scheissegal geworden ist. Er ruft nicht an, ich frag mich, ob es wegen den... [Weiterlesen]

henrik | Montag, 25. März 2013, 14:49
Also das mit dem Zappeln lassen hast Du gut im Griff, das machst Du nämlich immer mit uns, deinen Fans, die sehnsüchtig auf deine Texte warten.
Kunz | Montag, 25. März 2013, 21:03
Ich habe auch Sehnsüchte.
rainer kuhn | Montag, 25. März 2013, 23:22
Umarmung?
Kunz | Dienstag, 26. März 2013, 00:55
wenns nur das wäre.
Schneewiitli | Mittwoch, 17. April 2013, 10:57
In die Agenda schreiben, wann esvan der Zeit ist wieder ein legänderen Blog zu schreiben... Die Vorlesungen sind so langweilig ohne Dr. Kunz ;)
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Mittwoch, 13. März 2013, 14:00 | Von Dr. Vanessa Kunz

ich bin also fuckable.

Ich wusste nicht, ist das gut, ist das schlecht. Es wurde mir ja nicht ins Gesicht gesagt. Nicht direkt. Ich hab’s nur gehört. Von hinten. Ich konnte mir unmittelbar darauf auch noch keine Gedanken darüber machen, weil ich zu schön betrunken war und... [Weiterlesen]

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Dienstag, 19. Februar 2013, 13:30 | Von Dr. Vanessa Kunz

Alles. Ausser diese Fotos.

Das letzte halbe Jahr hab ich mich vergessen. War überall dort, wo ich nie hätte sein sollen, mit Menschen, die ich auf diese Art nicht hätte kennen lernen wollen. Ich hab wohl zu viel geküsst. Hab zu oft einfach mal meine Nummer gegeben um schnell... [Weiterlesen]

urs | Dienstag, 19. Februar 2013, 14:57
Gratuliere, passt schon, zum Wohl sein!
Ornithologieprofessor | Mittwoch, 20. Februar 2013, 13:41
1.) Sowas, wie "zuviel küssen" gibt es nicht. 2.) Ausgenommen die, die Fotos von sich rumschicken. 3.) Manche Fotos vergisst man nur, wenn man genug intus hat. 4.) Prost.
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Donnerstag, 14. Februar 2013, 17:00 | Von Dr. Vanessa Kunz

Das alte Fieber und die verreckende Ente am Uferrand, die zu wenig Luft bekam und deswegen unterging.

Scheisse, wenn man sich eingestehen muss, dass er auch ohne einen glücklich wird. Die guten Leute um einen herum haben es einem ja schon lange zu verstehen gegeben, daran glauben wollte man nie und man setzte einmal mehr aufs Schicksal, das noch alles so... [Weiterlesen]

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Samstag, 9. Februar 2013, 18:05 | Von Dr. Vanessa Kunz

Das billige Angebot vom Norden.

Ich wollte nur kurz weg, die Welt erobern, irgendwo im Norden, wo mich noch niemand kannte und es nie jemand tun sollte. Irgendwann, da hat einen die Stadt ausgesaugt, von der man dachte, sie wäre die einzige, die man jemals lieben würde. Nicht man selbst... [Weiterlesen]

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Mittwoch, 16. Januar 2013, 08:00 | Von Dr. Vanessa Kunz

Wenn das Herz zwischen Lochergut und Hauptbahnhof im 3er fährt.

Sitze also im Tram Nummer 3 und Zürich kommt mir wieder so verdammt lange vor. Jetzt stellt euch mal vor, ich kotz jetzt hier mal schnell hin, nicht irgendwas, sondern meine gefressenen Haare oder noch besser das Herz. Und es würde dann da zwischen blauem... [Weiterlesen]

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