Mit halbwegs verarscht man sich selbst. Es tut nicht gut. Fühlt sich aber besser an wie nichts zu haben. Halbwegs ist nicht falsch. Nicht richtig. Es ist was Zwischendurch. Aber sicher nicht das Beste. Es fickt einen auf Dauer mehr, als dass man sich mit dem Nichts für eine kurze Zeit scheiss einsam fühlt und dann wie damals, als das Pferd noch kein Einhorn war, weiterlebt. Aber der Gedanke wirklich gar nichts zu haben, ist noch schlimmer wie zu wissen, dass man sowieso nie alles kriegen kann. Also macht man mit dem Halbwegs weiter. Bis es nicht mehr reicht und sowohl falsch als auch richtig nicht mehr dazwischen liegt. Man entscheidet sich. Und zwar fürs Nichts. Ausser man ist krank und kennt kein offenes Herz. Sich fürs Nichts zu entscheiden ist feige, aber einfach. Man weiss dann als Erster, wenn’s fertig ist. Kann sich vorbereiten. Wird vorheulen und vorsaufen bis die Vögel sterben, die das Morgenrot nicht vertragen. Und dann, wenn man sich fürs verdammte Nichts entschieden hat, kommt er und sagt, er will alles. Man trifft sich dann wieder in der Mitte und macht weiter, wo es aufgehört hat. Beim Halbwegs. Aber ja. Besser als nichts. Und schön ist es auch. Solange man nicht wieder denkt entscheiden zu müssen.
(Bildli vo:off-the-record.de)
Wie alt man im Kindergarten ist, weiss ich nicht so genau. Vielleicht 4 oder 5. Oliver hat mich dort geküsst, zum ersten Mal und dann nie wieder. Aber das war ok, wir waren ja zusammen, ein Paar, jung und unglaublich dumm, und taten das, was man so im... [Weiterlesen]
Da lag ich also. Auf dem Bett, das schon seit Jahren meines war, in einem 4-Eck Zimmer, das ich kannte, aber das irgendwie weg und in einem anderen Universum stand. Die Wände, klinisch weiss und sauber. Das ganze Zimmer war so, farblos und blass. Kein Licht.... [Weiterlesen]
Es gibt ja im Moment genug Veganer. Zumindest so viele, dass auch ich welche kenne, die diesem Lebensstil huldigen. Ich bin also so beim Tiergeschäft vorbei, schliesslich möchte ich mir einen Hasen kaufen. Eigentlich werde ich das sicher nicht tun, weil ich... [Weiterlesen]
Ich fickte ihn. Ich fickte ihn so hart, dass die Tasse auf dem Holztisch von Herrn Oskar vibrierte. Herr Oskar war mein steinalter Nachbar, der für viele eigentlich schon tot war. Obwohl ich es nicht Zuhause trieb, vibrierte sie. Den, den ich fickte kannte... [Weiterlesen]
Und wieder, die gleiche Scheisse mit den Männern. Denen ist u schnell alles scheissegal. Frauen sind labil und machen sich zu viele Gedanken über das, was den Männern so schnell scheissegal geworden ist. Er ruft nicht an, ich frag mich, ob es wegen den... [Weiterlesen]
Ich wusste nicht, ist das gut, ist das schlecht. Es wurde mir ja nicht ins Gesicht gesagt. Nicht direkt. Ich hab’s nur gehört. Von hinten. Ich konnte mir unmittelbar darauf auch noch keine Gedanken darüber machen, weil ich zu schön betrunken war und... [Weiterlesen]
Das letzte halbe Jahr hab ich mich vergessen. War überall dort, wo ich nie hätte sein sollen, mit Menschen, die ich auf diese Art nicht hätte kennen lernen wollen. Ich hab wohl zu viel geküsst. Hab zu oft einfach mal meine Nummer gegeben um schnell... [Weiterlesen]
Scheisse, wenn man sich eingestehen muss, dass er auch ohne einen glücklich wird. Die guten Leute um einen herum haben es einem ja schon lange zu verstehen gegeben, daran glauben wollte man nie und man setzte einmal mehr aufs Schicksal, das noch alles so... [Weiterlesen]
Ich wollte nur kurz weg, die Welt erobern, irgendwo im Norden, wo mich noch niemand kannte und es nie jemand tun sollte. Irgendwann, da hat einen die Stadt ausgesaugt, von der man dachte, sie wäre die einzige, die man jemals lieben würde. Nicht man selbst... [Weiterlesen]
Sitze also im Tram Nummer 3 und Zürich kommt mir wieder so verdammt lange vor. Jetzt stellt euch mal vor, ich kotz jetzt hier mal schnell hin, nicht irgendwas, sondern meine gefressenen Haare oder noch besser das Herz. Und es würde dann da zwischen blauem... [Weiterlesen]